Der Titel «heimat-abend» spielt bewusst mit der Erwartung, die der Begriff «Heimatabend» weckt: ein Jodlerabend mit Alphorn und Schwyzerörgeli, lüpfig und urchig. Aber ist das alles? Und für alle? Was ist Heimat für dich, für mich, für uns? Und warum wird das Wort «Heimat» so selten im Plural verwendet?

Auch kleine Dinge können Heimat bedeuten: Der Geruch eines vertrauten Menschen. Die Hausschuhe, die man schon lange wegwerfen sollte, aber es doch nicht tut. Der Anblick eines bestimmten Baumes. Die ersten Kirschen. Ein bestimmtes Brot. Eine Melodie. Eine bestimmte Art ein Wort auszusprechen.

Sieben «heimat-abende» gehen der Sehnsucht nach Heimat in einer differenzierten Auseinandersetzung und im positiven Sinne nach – auch als Gegengewicht zur Vereinnahmung des Begriffs durch nationalistische Strömungen. Wir gehen auf eine Reise, die nie an einem Ziel ankommen muss, so wie es keine fixe Heimat gibt oder eine fixe für alle und immer gültige Schweiz. Wir sind unterwegs und wollen mitbestimmen, wohin die Reise geht!

Jeder «heimat-abend» beinhaltet einen Talk mit bekannten und unbekannten Persönlichkeiten über ihre Heimaten. In einem künstlerischen Teil wird das «Forschungsprojekt» mit Bild, Wort und Musik fortgeführt.